| Teil 3
Marinedienstgruppe MDG US-Navy Enklave Bremen |
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Marinedienstgruppe MDG US-Navy Enklave Bremen Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurde Deutschland von den Alliierten in Besatzungszonen eingeteilt. Da die amerikanische Zone keinen Zugang zur offenen See hatte, wurde vereinbart, das Gebiet der Wesermündung mit den Häfen Wesermünde/Bremerhaven und Bremen unter amerikanische Militärverwaltung zu stellen. Über die Bremer Häfen sollte der gesamte Nachschub für die US Truppen in der amerikanischen Besatzungszone abgewickelt werden. Die US-Navy baute in Bremerhaven die US Naval Advanced Base Weser River, eine Stützpunktorganisation auf. Unter anderem war die USNAB für die Verwertung und Kontrolle der Schiffe der ehemaligen Kriegsmarine zuständig, die den USA als Kriegsbeute zugefallen waren. Ein Teil der Schiffe lag bereits in Bremerhaven. Ab dem Jahresende 1945 wurden die in anderen Häfen liegenden Schiffe nach Bremerhaven überführt, darunter der schwere Kreuzer Prinz Eugen, die Segelschulschiffe Horst Wessel und Albert Leo Schlageter, 7 Zerstörer und Torpedoboote, 10 U-Boote, 42 Minensuchboote, 35 Minenräumboote, 12 Schnellboote und eine große Zahl Hilfsschiffe aller Art. Um die Schiffe und Boote bis zur weiteren Verwendung fahrbereit zu halten, bildete die US-Navy aus dem Personal der Kriegsmarine die Marinedienstgruppe MDG. An ihrer Spitze stand der älteste deutsche Offizier mit seinem Stab. Aufsicht und Kontrolle erfolgte durch die US-Navy. Bereits im Mai 1945 hatte eine aus 12 KFKs (Kriegsfischkutter) und einem Begleitschiff bestehende Minensuchflottille begonnen, die Bremer Häfen und die Weser von Minen zu räumen. Am 15. April 1946 wurde die Flottille der 6. Minenräumdivision der GM/SA unterstellt. Alle verfügbaren Minenräumverbände waren inzwischen zu Minenräumdivisionen zusammengefasst worden und wurden zentral vom Commodore GM/SA der Royal Navy, von Hamburg aus geführt. Der schwere Kreuzer Prinz Eugen wurde im Januar 1946 nach USA überführt, im Mai folgte das Segelschulschiff Horst Wessel. Die kleineren Schiffe und Boote wurden an europäische Staaten verkauft, oder an alliierte Marinen abgegeben. Fischdampfer und Kutter gingen an die früheren Eigner zurück. Die Marinedienstgruppe, die 1947 ihre größte Stärke von etwa 450 Mann hatte, wurde nach Abgabe der Schiffe durch Entlassungen stark reduziert. Etwa 150 Mann verblieben in zivilem Status bei der US Schleppergruppe. Für Hafenbetrieb und Seenotrettung behielt die US-Navy die Schlepper Passat, Pellworm, Puddefjord und Harle im Dienst. |
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